Sonntag, September 26

Jenaer Bildungslandschaft von Corona stark betroffen – neue Maßnahmen ab 1. Dezember

Symbolbild: Schulklasse, Foto: Taylor Wilcox, Unsplash

Aktuell sind in Jena 34 Schulklassen in Quarantäne und zwei weitere Schulen komplett geschlossen. Alle politischen Entscheidungsträger*innen haben bislang vernehmen lassen, dass Schulschließungen nur als letztes Mittel angewendet werden sollen, um die Wirtschaft zu schützen und Bildungsgerechtigkeit sicherzustellen. Auch nach der Ministerpräsident*innenkonferenz sind nur marginale Verschärfungen geplant. Folgende Bildungseinrichtungen sind aktuell von Infektionsgeschehen und entsprechenden Quarantänemaßnahmen betroffen: Heinrich-Heine-Grundschule (4 Klassen), Integrierte-Gesamtschule-Grete-Unrein (2 Klassen), Staatliche Berufsbildende Schule für Gesundheit und Soziales Jena (8 Klassen), Staatliches-Berufsbildendes-Schulzentrum Jena-Göschwitz (6 Klassen), Gemeinschaftsschule-Werkstattschule (2 Klassen und 2 Pädagog*innen), Grundschule-Westschule (1 Klasse und 3 Pädagog*innen), Gemeinschaftsschule-Lobdeburgschule (4 Klassen), Adolf-Reichwein-Gymnasium (1 Klasse), Wenigenjenaer-Gesamtschule (1 Klasse), Grundschule-Saaletal (5 Klassen). Komplett geschlossen sind das Christliche Gymnasium und die SteinMalEins-Grundschule. Außerdem die Kindertagesstätten: Kita-Flohkiste, Kita-Kunterbunt, Kita-Buratino und die Kita-Kinderzeit.

Wie das Thüringer Kultusministerium bekannt gab, sind folgende neue Regeln geplant: alle Schulen und Kindergärten in Thüringen wechseln ab dem 1. Dezember 2020 in den eingeschränkten Regelbetrieb (Stufe Gelb). Ab einer Inzidenz über 200 Infektionsfällen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage gilt ab der 7. Klasse ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Schüler*innen. Das Ministerium erwartet dadurch einen Übergang zum Wechselunterricht (abwechselndes Präsenz- und häusliches Lernen). Die Klassenstufen 1-6 sollen weiterhin in festen Gruppen in der Schule unterrichtet werden. Sollte innerhalb einer Schule auch ein Infektionsgeschehen auftreten, sollen die betroffenen Schulen selbständig aus dem Instrumentenkasten des Thüringer Stufenplanes Maßnahmen beschließen. Diese können bis zu einer Maskenpflicht führen. Zu den Maßnahmen erklärte Bildungsminister Helmut Holter:

Die Botschaft der Länderchefinnen und -chefs ist klar: Auch Schulen und Kindergärten müssen einen stärkeren Beitrag zum Infektionsschutz leisten. Unser Ziel bleibt es, in diesem Rahmen das Recht auf Bildung bestmöglich umzusetzen, ob im Präsenz- oder im Distanzunterricht, und auch ein bestmögliches Maß an Kinderbetreuung zu garantieren. Das sind wir Kindern und Familien schuldig.

Ob die angeordneten Maßnahmen wirklich diese Wirkung erzielen, wird sich kurz vor Weihnachten erst zeigen. Für Schüler*innen ab der 7. Klasse wird die Zeit zuhause dieses Jahr länger ausfallen: Vom 21. Dezember 2020 bis zum 10. Januar 2021 sollen diese Schüler*innen zuhause unterrichtet werden.

(MM)

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