Sonntag, Mai 29

Allgemein

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Beitrag zurückgezogen

Wir haben unseren Artikel zur geplanten Veranstaltung der Querdenkenden mit Reichsbürgerbezug zurückgezogen. Wir gehen inzwischen davon aus, dass die zitierten Äußerungen ein Versuch waren, uns und die Öffentlichkeit zu täuschen.
Dauermahnwache der Seebrücke auf dem Holzmarkt
Allgemein, Pressemeldungen, Regional (Jena)

Dauermahnwache der Seebrücke auf dem Holzmarkt

Vom 16.02. bis zum 19.02. 2022 besetzt die Seebrücke Jena für vier Tage den Jenaer Holzmarkt mit einer Mahnwache, um auf die humanitäre Katastrophe an der polnisch-belarussischen Grenze aufmerksam zu machen. Seit August 2021 befinden sich tausende Menschen in einer militärischabgeriegelten Sperrzone in dem Grenzgebiet zwischen Polen und Belarus. Dort sind sind die flüchtenden Menschen der Gewalt der EU-Grenzschützer sowie Hunger- und Kältetod ausgesetzt. Jonas Howeihe von der Seebrücke Jena bekräftigt: Die schockierende Situation an der polnisch-belarussischen Grenze ist ein neues Kapitel in der Schreckens-Geschichte der EU-Flüchtlingspolitik. Die EU weigert sich, die Menschen aufzunehmen und für ihren Schutz zu sorgen und nimmt so ihr Leid billigend in Kauf. Dem stellen wir uns entsc...
Rechte und linke Medienkritik: Die ewiggestrigen Öffentlich-Rechtlichen
Allgemein, Feuilleton, Schlagzeilen, Überregional

Rechte und linke Medienkritik: Die ewiggestrigen Öffentlich-Rechtlichen

Die BBC steht vor dem Aus, die CDU liebäugelt nicht zum ersten Mal mit der Straffung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Eine werttreue Linke muss sich gegen die Verramschung der Presselandschaft stellen – auch mit Kritik am ÖRR. Eine Polemik. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk steht von konservativer Seite immer wieder unter Beschuss. Sei es vonseiten Marktradikaler, die sich einen freien Wettbewerb im Monopolkapitalismus herbeiträumen, von Faschist*innen und ihrer „Zwangsgebühren“-Rhetorik oder von einer CDU Sachsen-Anhalt, deren Landtagsabgeordneter Markus Kurze jüngst in einem Interview mit der Mitteldeutschen Zeitung einen Plan zur Abschaffung der ARD vorstellte. Der Vorschlag, dem sich die Fraktion anschloss, sieht vor, dass die ARD auf lange Sicht kein eigenständiges Programm ...
Queerness, Christus und die Kunst des Lebens: Oscar Wildes vergessener Gefängnisbrief
Allgemein, Feuilleton, Schlagzeilen

Queerness, Christus und die Kunst des Lebens: Oscar Wildes vergessener Gefängnisbrief

Die Kolumne „Klassisch subversiv“ würdigt Bücher aus der Vergangenheit, die noch immer klüger, kritischer und gewitzter sind als unsere verlogene Gegenwart. Im letzten Artikel der Reihe ging es um Raymond Carvers Stories. Trost ist, auf den ersten Blick, ein konservatives Gefühl. Trost bedeutet vor allem eine Aussöhnung mit dem Bestehenden, trieft von Trauer, Schicksal, Ausweglosigkeit – kurz: Komplizenschaft mit der eigenen Kapitulation. Aber Trost kündet auch von der heilsamen Wirkung menschlicher Gemeinschaft, sei er in einem Gespräch zu finden oder in einem Buch. Darin liegt seine subversive Kraft. Ich werde nie erfahren, wie es ist, für seine sexuelle Orientierung öffentlich gepeinigt und gerichtlich belangt zu werden, habe noch nie die Einsamkeit einer kalten Gefängniszelle er...
Querdenken-Aufmarsch: Polizei mit Hundestaffel gegen Antifa, setzt Presse fest
Allgemein, Schlagzeilen

Querdenken-Aufmarsch: Polizei mit Hundestaffel gegen Antifa, setzt Presse fest

Jena. Am vergangenen Montagabend fand der wöchentliche Aufmarsch von Querdenken statt. Die Querfront hat seit Gründung des stadtweiten Bündnisses „Jena Solidarisch“ vor anderthalb Wochen mit mehr Gegenwind zu rechnen, als den Teilnehmenden lieb ist: Drei Gegenkundgebungen am Holzmarkt, am Markt sowie in der Johannisstraße waren angemeldet. Hunderte waren um 17 Uhr erschienen, um den Impfgegner*innen den öffentlichen Raum streitig zu machen, den sie seit Monaten unter Missachtung von Hygienevorschriften einnehmen. Ziel des neuen Bündnisses ist es, Menschen aus der Zivilgesellschaft zu mobilisieren, die die Querdenken-Aufmärsche ablehnen. Die Demos gegen die Coronaschutzmaßnahmen, zu denen viele in demonstrativer Friedfertigkeit mit Kerzen erscheinen, sind ein Amalgam verschiedener reak...
»Spuren der Arbeit«: Organisierung als Selbstorganisierung
Allgemein, Feuilleton, Schlagzeilen

»Spuren der Arbeit«: Organisierung als Selbstorganisierung

Jena. Am Freitagabend fand im Lobedaer Ortstreff Emils Ecke eine Buchvorstellung der International Workers of the World (IWW) statt, die das örtliche Frauenstreikbündnis organisiert hatte. Die IWW – auch „Wobblies“ genannt – sind eine Basisgewerkschaft, die Arbeitskämpfe vor allem in den USA und Kanada organisiert und prägend für die anarchistische Bewegung in Nordamerika war. Ein wichtiger Teil ist dabei die klassenkämpferische Grundhaltung – so auch im Buch Spuren der Arbeit, das Geschichten aus dem Alltag von Arbeiter*innen versammelt. Zwei Referenten des deutschen Ablegers der Gewerkschaft haben daraus vorgelesen. Das Buch wurde zu einem Großteil aus dem Englischen übersetzt und geht auf eine Publikation der IWW von 2013 zurück, die Beiträge aus einem linksradikalen Blogprojekt nam...
„Is gut jetzt“: Kundgebung gegen Querdenken-Aufmärsche in Jena
Allgemein, Politik, Regional (Jena), Schlagzeilen

„Is gut jetzt“: Kundgebung gegen Querdenken-Aufmärsche in Jena

Jena. Am Mittwochnachmittag versammelten sich etwa 80 Menschen auf dem Holzmarkt, um gegen die Demos der sogenannten Querdenken-Bewegung zu demonstrieren. Seit einigen Wochen war es in der Saalestadt wieder vermehrt zu „Spaziergängen“ von Gegner*innen der Infektionsschutzmaßnahmen gekommen, darunter viele, die die Pandemie leugnen und Verschwörungsmythen anhängen. Auch die rechte Szene und die AfD sind bei solchen Veranstaltungen präsent, oder melden diese sogar an. Organisiert hatten den Gegenprotest das lokale Bündnis Solidarität statt Querdenken, die Junge Gemeinde Stadtmitte und die Grüne Jugend Jena. Im vorab verbreiteten Aufruf, der zur Kundgebung verlesen wurde, hieß es: Die Stimmung wird zusehends aggressiver, immer wieder kommt es zu Übergriffen auf Journalist:innen.Die Tei...
»Baby don’t hurt me« – Erwachsenwerden unter dem männlichen Blick
Allgemein, Regional (Jena)

»Baby don’t hurt me« – Erwachsenwerden unter dem männlichen Blick

Jena. Am Theaterhaus steht eine überfällige Premiere an. „Baby don't hurt me” heißt das Stück, an dem Regisseurin Susanne Frieling zusammen mit der jungen Laienschauspielerin Anna Schmidt seit nunmehr zweieinhalb Jahren gearbeitet hat. Eigentlich hätte die Premiere schon im April letzten Jahres stattfinden sollen. Ein kurzer Probenbesuch. Die Inszenierung „Baby don't hurt me“, in der es um das Erwachsenwerden eines Mädchens unter dem männlichen Blick ihres älteren Verehrers geht, speist sich aus zwei literarischen Quellen, erklärt der Dramaturg Thorben Meißner. Zum Einen ist da Anna Schmidts Fantasy-Geschichte über die verspielte Melissa Turia, die ihre Zauberkräfte entdeckt. Viele der Zeilen, die der Schauspieler Lukas David Schmidt spricht, stammen wiederum aus Vladimir Nabokovs kont...
“Super-Impfsamstag” in Jena: Erstes kommunales Impfzentrum eröffnet am 1.12.
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“Super-Impfsamstag” in Jena: Erstes kommunales Impfzentrum eröffnet am 1.12.

Am kommenden Samstag werden in Jena vier Impfstellen für das Impfen ohne Termin geöffnet sein. Somit können viele ihre Booster-Impfung oder die Erstimpfung bekommen. Je Standort stehen unterschiedliche Impfstoffe zur Verfügung. Zusätzlich zu den regulären Impfzentren Volksbad und Ziegesarstraße 19 steht auch Impfpersonal in der Praxis Dr. Zink, Nollendorfer Straße 32 und am Abbe-Campus im Foyer des Hörsaalzentrums zur Verfügung. Bürgermeister Christian Gerlitz zum Super-Impfsamstag: Die dramatische Zuspitzung der Pandemie sowie die neuen Corona-Schutzmaßnahmen haben die Bereitschaft für Erstimmunisierungen wie auch Boosterimpfungen drastisch steigen lassen. Für uns ist es wichtig, dass wir diese neue Impfbereitschaft jetzt a...
„Stacheldraht zu Altmetall!“ – Seebrücke mobilisiert gegen EU-Abschottungspolitik
Allgemein, Politik, Schlagzeilen

„Stacheldraht zu Altmetall!“ – Seebrücke mobilisiert gegen EU-Abschottungspolitik

Jena. Am Freitagnachmittag des 19. November fanden sich ca. 200 Menschen zu einer Kundgebung unter dem Motto „Grünes Licht für Aufnahme!“ am Holzmarkt zusammen, um mit der Seebrücke gegen die EU-Abschottungspolitik zu demonstrieren und die Aufnahme Geflüchteter einzufordern, die über Belarus nach Polen in die EU gelangen wollen und an der Grenze in Wäldern ausharren. Auch die schlechte Unterbringung im Erstaufnahmezentrum in Suhl war Thema auf der Demo, die sich bald durch die Stadt Richtung Ausländerbehörde aufmachte. In einer Rede der Seebrücke Jena hieß es, der Diskurs über „europäische Werte“ im Umgang mit der außenpolitischen Situation „verkennt, dass die bewaffnete polnische Grenze Ausdruck der gleichen rassistischen Abschottungspolitik wie die Lager an griechischen Grenzen und ...

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