Mittwoch, August 17

Überregional

Solidarität mit Polen: Kundgebung gegen Abtreibungsverbot
Allgemein, Regional (Jena), Schlagzeilen, Überregional

Solidarität mit Polen: Kundgebung gegen Abtreibungsverbot

Jena. Am Donnerstagnachmittag fand auf dem Holzmarkt eine feministische Kundgebung unter dem Motto "#AborcjaBezGranic", "Abtreibung ohne Grenzen", statt, die sich mit der Frauenbewegung Polens solidarisierte. Das von der Regierungspartei PiS vereinnahmte Verfassungsgericht Polens hatte letzten Donnerstag das restriktive Abtreibungsgesetz des Landes weiterhin verschärft, indem es Abtreibungen aufgrund schwerer Fehlbildungen des Fötus für verfassungswidrig erklärte. Für die Kriminalisierung der bislang legalen medizinischen Praxis steht PiS der Weg nun offen. Seit dem Urteil herrscht besonders auf den Straßen der Großstädte Polens Aufruhr. In Jena kamen einige dutzend Menschen zusammen, um der Frauen- und LSBTI*-Bewegung des Nachbarlandes auch hier eine Öffentlichkeit zu verschaffen. Es ...
Bodo Ramelow: Keine Zustimmung zu Lockdown in Konferenz der Ministerpräsident*innen
Schlagzeilen, Thüringen, Überregional

Bodo Ramelow: Keine Zustimmung zu Lockdown in Konferenz der Ministerpräsident*innen

Wir dokumentieren an dieser Stelle das Statement des Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow in voller Länge: Am 28. August 2020 traf der Verfassungsgerichtshof des Saarlands eine Entscheidung über Corona-Maßnahmen (Lv 15/20). Auf S. 29 der Entscheidungsbegründung findet sich eine bemerkenswerte Passage, die das Verhältnis von Exekutive und Legislative berührt: „Das Erfordernis einer parlamentarischen gesetzlichen Grundlage ist auch keine verzichtbare bloße Formalität. Während Verordnungen wie jene zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, bis zur ihrer Veröffentlichung im Wesentlichen im Internum der Exekutive erarbeitet, beraten und beschlossen werden, und Bürgerinnen und Bürger damit vor die vollendete und geltende Regelung gestellt werden, gewährleistet ein parlamentarisches Gesetz...
Veränderte Blühphasen von Pflanzen durch geringere Insektendichte
Pressemeldungen, Schlagzeilen, Überregional

Veränderte Blühphasen von Pflanzen durch geringere Insektendichte

Forschungsgruppe der Universität Jena und des iDiv (Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung) untersucht Einfluss des Insektenrückgangs auf Biodiversität der Pflanzen mit neuartiger Forschungsmethode Jena (viv/US) Die Blumen auf der Wiese blühen in voller Pracht – aber weit und breit ist keine einzige Biene zu sehen. Was heute noch unwahrscheinlich klingt, könnte in Zukunft durchaus häufig vorkommen. Denn, so hat eine Forschungsgruppe der Universität Jena und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung Halle-Jena-Leipzig (iDiv) herausgefunden, Insekten haben einen entscheidenden Einfluss auf die Biodiversität und Blühphasen von Pflanzen. Fehlen Insekten im Umfeld der Pflanzen, verändert sich deren Blühverhalten. Dies kann dazu führen, dass die Lebens...
Stadt und Polizei kapitulieren vor Querdenker*innen in Jena
Allgemein, Regional (Jena), Schlagzeilen, Thüringen

Stadt und Polizei kapitulieren vor Querdenker*innen in Jena

Jena. Rund 200 Menschen versammelten sich am heutigen Samstag auf dem Eichplatz, um Reden aus den Reihen der Initiative Querdenken zu lauschen. Die Redebeiträge bedienten inhaltlich die verfestigten Meinungen der Corona-Maßnahmenkritiker*innen. Es wurden Verschwörungsmythen verbreitet oder Anspielungen auf entsprechende Theorien gemacht. Auch wurden geschichtsrevisionistische Analogien zwischen dem Reichstagsbrand 1933 und der aktuellen Maßnahmenpolitik der Bundesregierung gezogen. Weiterhin wurde die Wirksamkeit von Masken in Zweifel gezogen und die aktuelle SARS-CoV2-Pandemie als Grippe verharmlos, beides steht im deutlichen Widerspruch zum überwiegenden wissenschaftlichen Konsens. Man bedauerte aber auch deutlich, dass eine überwältigende Mehrheit der Gesellschaft diese Mythen nicht gl...
Anarchismus in Thüringen: Ausstellungsbesuch im Erfurter Naturfreundehaus
Allgemein, Feuilleton, Schlagzeilen, Thüringen

Anarchismus in Thüringen: Ausstellungsbesuch im Erfurter Naturfreundehaus

Erfurt. Seit vergangenem Sonntag ist im Naturfreundehaus in der Johannesstraße eine neue Ausstellung zu sehen, die unter dem Motto Erich Mühsams, "Sich fügen heißt lügen", die Geschichte der anarchistischen Gewerkschaftsbewegung in Thüringen und ihrer berühmtesten Stätte, der Bakuninhütte in Meiningen, nachzeichnet. Die Inhalte gehen auf zwei vergangene Fachtagungen in Meiningen und Gotha sowie auf unabhängige Recherchen aus dem Kreis des Wandervereins Bakuninhütte e.V. zurück. Bis einschließlich Januar 2021 werden die Infotafeln in den Räumlichkeiten der Naturfreunde Thüringen hängen; danach sollen sie für andere interessierte Gruppen und Institutionen als Wanderausstellung zur Verfügung stehen. Einführungen in das anarchistische Denken und Wirken der letzten Jahrhunderte nehmen häufi...
Hunger macht draufgängerisch
Allgemein, Pressemeldungen, Schlagzeilen, Überregional

Hunger macht draufgängerisch

Forschungsteam der Universitäten Bielefeld und Jena zeigt in einer Meta-Studie, dass schwierige Lebensverhältnisse Tieren im späteren Leben eine höhere Risikobereitschaft verleihen Jena (FSU/US) Neue Lebensräume in unbekanntem Gelände erkunden, auf die Suche nach neuen Nahrungsquellen gehen und dabei Gefahr zu laufen, von einem Fressfeind erwischt zu werden: Für Tiere in der freien Wildbahn steckt das Leben voller riskanter Situationen mit ungewissem Ausgang. Nicht selten hängt von einer Entscheidung sogar das eigene Überleben ab. Wie sich das Tier entscheidet, ob es ein Risiko eingeht oder der Gefahr eher ausweicht, ist individuell ganz unterschiedlich. „So wie es unter uns Menschen eher vorsichtige und eher draufgängerische Zeitgenossen gibt, so finden sich auch unter Tieren einer...
Der 2. Oktober 1990: Ein Tag der Gewalt
Allgemein, Schlagzeilen, Überregional

Der 2. Oktober 1990: Ein Tag der Gewalt

Wir schreiben das Jahr 2020. Der deutsche Nationalismus blüht. Aber nicht nur Rechtsextreme, sondern auch Konservative, Liberale und Sozialdemokrat*innen beteiligen sich rege daran, zumindest wenn es um Verfassungspatriotismus, "sichere Grenzen" und die deutsche Wiedervereinigung geht. Anlässe wie der 30. Jahrestag der Wiedervereinigung am morgigen 3. Oktober dienen gerne der Rückbesinnung auf die Errungenschaften der vermeintlich zusammengewachsenen Kulturnation. Dabei bleibt die Programmatik der Bürger*innenrechtsbewegung in der DDR häufig außen vor, einen demokratischen Sozialismus zu schaffen. Die taugt nicht zur nationalen Erinnerung. Genauso wenig der ostdeutsche Rechtsextremismus jener Jahre. Jetzt meldet sich eine neue Initiative zu Wort, die das Narrativ einer "Friedlichen Re...
Seebrücke: Aktionswoche in Jena und große Demo am Samstag
Regional (Jena), Schlagzeilen, Thüringen

Seebrücke: Aktionswoche in Jena und große Demo am Samstag

Die Seebrücke macht über die Woche ein buntes Programm, um auf die Situation der Geflüchteten an den EU-Außengrenzen aufmerksam zu machen. Am 3. Oktober macht sie eine große Demonstration: "Es gibt nichts zu feiern, solange Menschen an den EU-Außengrenzen sterben". https://www.youtube.com/watch?v=9btm9fx_Ots Film: Martin MichelMusik: "positive idea" by musicpoint 2019 - Licensed under Creative Commons Attribution (3.0)
Ende Gelände: Rippenbruch bei Journalistin durch Polizeipferde
Allgemein, Schlagzeilen, Überregional

Ende Gelände: Rippenbruch bei Journalistin durch Polizeipferde

Im Zuge der Proteste des Bündnisses Ende Gelände kam es im Dorf Keyenberg am Samstag 26. September 2020 zur Verletzung von mindestens zwei Journalist*innen durch den Einsatz von Pfefferspray und Polizeipferden. Der orangene Finger (170-200 Personen) umging eine Polizeiabsperrung im Dorf Keyenberg um 12:55 Uhr und bewegte sich Richtung Tagebau. Dabei nutzten die Aktivist*innen einen kleinen Privatweg, der neben einer mit Stacheldraht umzäunten Weide entlang führte. Die Polizei stoppte die Demonstration um 12:58 Uhr mit einigen Polizeipferden und die Aktivist*innen blieben sofort stehen. Die Reiterinnen setzten gegen die Demonstrant*innen, obwohl der Finger bereits gestoppt hatte, Pfefferspray und Reitergerten ein. Neben dem Privatweg hinter dem Stacheldrahtzaun standen drei Journalist*inn...
Scheinbesetzung in Leipzig-Connewitz
Allgemein, Schlagzeilen, Überregional

Scheinbesetzung in Leipzig-Connewitz

Leipzig. Am Samstagabend gab es in Leipzig-Connewitz eine Scheinhausbesetzung. Am Haus Bornaische Straße 68 tauchen in der Nacht vom 12. auf den 13. September Transparente an der Fassade auf. Die Gruppe #leipzigbesetzen berichtete von einer Hausbesetzung. In einer schriftlichen Erklärung kritisierten die Besetzer*innen den Umgang mit Hausbesetzungen. "In Leipzig und anderswo stehen weiterhin zahlreiche Häuser leer, welche seit Jahren verfallen gelassen werden." Das Beispiel der Ludwigstraße 71 habe gezeigt, dass Häuser jahrelang verfallen könnten. Wenn sich dann Nachbar*innen diese Häuser aneigneten, würden sie geräumt, sobald es den Befehl dazu gebe. Die Aktivist*innen wollten sich mit der Aktion mit den "von Repression betroffenen Menschen, die vom 3.9 bis 5.9 gegen Gentrifizierung...

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