Mittwoch, Oktober 20

Angriff auf Burschenschaft, brennende Barrikade und zerstörte Bundeswehrwerbung

Zerstörter Werbekasten (vormals mit Bundeswehrwerbung) am Löbdergraben. Foto: Martin Michel, Libertad Media

Jena. In der Nacht von Montag auf Dienstag kam es zu einer Reihe von Sachbeschädigungen im Stadtgebiet Jenas. Unbekannte warfen nach Angaben der Jenaer Polizei vier Steine auf das Gebäude der Burschenschaft „Jenaische Burschenschaft Germania“. Dies bemerkten Bewohner durch einen lauten Knall gegen 0:40 Uhr. Ein Zeuge berichtete der Jenaer Polizei, dass „im gesamten Raum Glassplitter verteilt waren, da ein Fenster zu Bruch gegangen ist“. Ein weiteres Fenster sowie die Fassade seien beschädigt worden. Die Jenaische Burschenschaft Germania ist eine pflichtschlagende Studentenverbindung und wiederholt Ziel von Sachbeschädigungen. Eine halbe Stunde später wurde die Polizei über brennende Mülltonnen auf dem Steinweg informiert. Unbekannte hätten zwei Mülltonnen in Brand gesetzt und am Steinweg in Jena mitten auf die Straße gestellt. „Die Behältnisse brannten samt Inhalt vollständig ab und verschmolzen mit der Fahrbahn. Teile der angezündeten Tonnen liefen sogar ins Gleisbett der Straßenbahn, sodass dieses bis zur Beseitigung des Schadens nicht befahren werden konnte.“, so die Polizei. Wiederum eine halbe Stunde später wurde festgestellt, dass drei Werbeglaskästen mit Werbung der Bundeswehr zerstört wurden. Die Polizei konnte nicht feststellen mit welchen Tatmitteln dies geschah. „Aktuell gibt es noch keine Hinweise auf mögliche Täter, auch die Höhe des entstandenen Sachschadens ist derzeit noch nicht abschließend bezifferbar. Aufgrund der räumlichen und zeitlichen Nähe ist ein Zusammenhang der Taten nicht auszuschließen, allerdings ist dies derzeitig noch unklar“, erklärt die Jenaer Polizei. Zu einem möglichen politischen Hintergrund äußerte sie sich nicht. Für die Burschenschaft ist aber schon alles klar: „Wir sind bestürzt über das immer aggressiver werdende politische Klima in Jena und verurteilen die Tat sowie die erbärmliche Feigheit der Täter, die solche Anschläge im Schutz der Dunkelheit verüben und dann schnell das Weite suchen“, so die Burschenschaft in einem Statement.

(MM)

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