Linke Jena kritisiert Mundschutzpflicht

Polina Tankilevitch at Pexels

Ab nächster Woche soll es in Jena eine Mundschutzpflicht geben – in Supermärkten, im Nahverkehr und in Gebäuden mit Publikumsverkehr. Neben Masken können auch Tücher und Schals genutzt werden, wenn sie Mund und Nase bedecken. Die Jenaer Bevölkerung wurde von der Verwaltung aufgerufen, auch selbst Masken zu nähen. Die Fraktion DIE LINKE befürwortet grundsätzlich das Tragen von Masken. „Kritisch sehen wir die Pflicht, hier würden wir gerne auf Freiwilligkeit setzen.“ so die Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Stadtrat Lena Saniye Güngör. „Die Jenaer Bevölkerung hält sich bisher vorbildhaft an die Maßnahmen. Auf keinen Fall sollte das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes dazu führen, sich zu sicher zu fühlen und andere geltende Schutzmaßnahmen zu vernachlässigen.“ so Güngör weiter. Die Abstandsregelung von zwei Metern und auch die Händehygiene sollte unbedingt weiter eingehalten werden.

Des Weiteren gilt es, die noch offenen Fragen zur Mundschutzpflicht zeitnah zu beantworten. Wie sollen sich die Menschen so mit Masken versorgen, dass diese nicht in relevanten Bereichen wie der Altenpflege fehlen? Wie viel Schutz bieten Schals, Tücher und Selbstgenähtes?

Die Fraktion DIE LINKE wird die Maßnahmen der Verwaltung auch weiterhin kritisch begleiten und fordert den Oberbürgermeister auf, den Stadtrat auch über den neuen Sonderausschuss hinaus im Kommunikationsprozess zu beteiligen.

Fraktion Die Linke Jena

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