Mittwoch, Oktober 20

Querdenkende tanzen auf dem Jenaer Marktplatz zu „ein bisschen Sars muss sein“

Querdenker*innen beim "Tanzen" auf dem Marktplatz in Jena

Am Abend des 25. Januar versammelte sich auf dem Jenaer Marktplatz eine Gruppe von circa zehn Personen, um unter dem Motto „Mütter gegen Faschismus“ eine Kundgebung abzuhalten. Organisiert und angemeldet wurde das Ganze unter anderem von Thomas S. aus Stadtroda. Ab 17 Uhr trafen sich auf dem Markt mehrere Menschen, vermummt und  in schwarzer Kleidung, mit Perücken, Anarchie- und Regenbogenflaggen. Es wurden ausschließlich Lieder wie „Verdammt, ich impf‘ mich“ von Matthias Reim und „Ein bisschen SARS muss sein!“ von Coronita und die Superspreader gespielt. Diese Lieder werden oft auf Demonstrationen der Querdenker*innen präsentiert und auch einige der Tänzer*innen sind von vorhergehenden Aktionen der Querdenken-Jena-Gruppe bekannt. Darüber hinaus trugen die Teilnehmer*innen Schilder mit Aufschriften wie z.B „Sperrt die Alten weg!“ oder „Hinterfragt nicht!“. Zu Beginn der Veranstaltung wurde eine Thüringer Landesflagge geschwenkt. Das wurde jedoch umgehend von den Polizist*innen verboten. Auf jeden Fall ist offensichtlich, dass es sich bei den Demonstrierenden um Querdenker*innen und keine Linken handelte.
Am gleichen Tag wurden dem Jenaer Gesundheitsamt fünf neue Todesfälle im Zusammenhang mit SARS2-COV19 gemeldet.

Video der Aktion veröffentlicht vom Organisator Thomas S. auf Youtube


Lara Eckert

4 Comments

  • Erpel

    Nur aus Interesse (und nicht etwas aus Sympathie mit dieser Sch***-Aktion): Habt ihr eine Ahnung, auf welcher juristischen Grundlage das Zeigen der Thüringer Landesflagge auf einer Kundgebung unterbunden werden kann? Gibt es da eine Ordnungswidrigkeit so wie bei der Bundesdienstflagge (die mit dem Adler)?

    Und danke für die Berichterstattung!

  • Katharina

    Querdenker und links zu sein widerspricht sich auch nur für die, die sich dadurch ihrer eigenen Ideologie beraubt fühlen. Ihr möchtet diese Leute gerne in die rechte Ecke stellen, um sie besser verunglimpfen zu können. Aber man muss kein Rassist sein, um die aktuelle Corona-Politik abzulehnen.

  • Katharina

    My comment is awaiting censorship. Na das war ja klar. Alles was solchen Aktionen auch nur ein Mindestmaß an Verständnis entgegen bringt, muss natürlich umgehend weg gelöscht werden. Ebenso darf Kritik an der eigenen Berichterstattung garnicht erst aufkommen. Nicht, dass noch jemand auf gefährliche Gedanken kommt…

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