OB Nitzsche startet Foto-Aktion zur Unterstützung der Kulturbranche

Oberbürgermeister Thomas Nitzsche präsentiert die Emailadresse der städtischen Pressestelle, über die sich Bürger*innen an seinem Fotoprojekt beteiligen können. Foto: Philipp Janke/Libertad Media

Jena. Der Oberbürgermeister der Stadt Jena Thomas Nitzsche (FDP) kündigte gestern in einer Pressekonferenz eine Charity-Aktion für die durch die Coronakrise „schwerst gebeutelte“ Kulturbranche an. Damit antwortete er auf die „Night of Light“, eine überregionale Aktion verschiedener Veranstalter*innen, bei der öffentliche Gebäude nachts mit rotem Scheinwerferlicht bestrahlt wurden, um eine Art Hilfesignal an Öffentlichkeit und Staat zu senden. Da Nitzsche eigenständig kein Rettungspaket zur finanziellen Nothilfe schnüren könne, habe er sich für eine „symbolische“ Aktion entschieden.

Nitzsche betonte eingangs die Hilfsbereitschaft, die seit Beginn der Coronakrise nicht nur von der Stadtverwaltung, sondern auch von der Bevölkerung ausgehe. Er lud Bürger*innen dazu ein, ihre eigenen Fotos von der „Night of Light“ bis Mitte Juli an die Pressestelle der Stadt zu schicken, woraufhin die besten Exemplare zu einem Kalender verarbeitet werden sollen. Der Erlös aus dessen Verkauf werde dann zu 12 Teilen an Kultur- und Veranstaltungsbetriebe in Jena gehen, die die erwählten Fotograf*innen selbst bestimmen dürften. Die Auswahl erfolge auf Basis der Einsendungen, Spendevorschläge würden erst daran anschließend eingeholt.

Zur Tourismusbranche ließ Nitzsche in seiner Pressekonferenz auch „Citymanager“ Hannes Wolf vom Unternehmer*innenzusammenschluss Initiative Innenstadt Jena e.V. sprechen. Die Initiative habe „ein attraktives Package geschnürt“, so Wolf, womit unter anderem der Hotellerie und dem Einzelhandel geholfen werden solle. Er animierte Jenaer Bürger*innen dazu, ihre Angehörigen und Bekannten zum Kurzurlaub nach Jena einzuladen, wo ein touristisches Rabattangebot auf sie warten werde. Es gelte laut Pressemitteilung der Initiative Innenstadt, die Gästezahlen zu erhöhen, „denn der Shutdown hat nicht nur das Leben vieler Menschen ziemlich durcheinander gewirbelt, es stellt auch die meisten Unternehmen vor große Herausforderungen.“ Anschließend verteilte Wolf fleißig Flyer-Postkarten an die anwesenden Journalist*innen.

(pj)

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