Donnerstag, April 15

Überregional

Ende Gelände: Rippenbruch bei Journalistin durch Polizeipferde
Allgemein, Schlagzeilen, Überregional

Ende Gelände: Rippenbruch bei Journalistin durch Polizeipferde

Im Zuge der Proteste des Bündnisses Ende Gelände kam es im Dorf Keyenberg am Samstag 26. September 2020 zur Verletzung von mindestens zwei Journalist*innen durch den Einsatz von Pfefferspray und Polizeipferden. Der orangene Finger (170-200 Personen) umging eine Polizeiabsperrung im Dorf Keyenberg um 12:55 Uhr und bewegte sich Richtung Tagebau. Dabei nutzten die Aktivist*innen einen kleinen Privatweg, der neben einer mit Stacheldraht umzäunten Weide entlang führte. Die Polizei stoppte die Demonstration um 12:58 Uhr mit einigen Polizeipferden und die Aktivist*innen blieben sofort stehen. Die Reiterinnen setzten gegen die Demonstrant*innen, obwohl der Finger bereits gestoppt hatte, Pfefferspray und Reitergerten ein. Neben dem Privatweg hinter dem Stacheldrahtzaun standen drei Journalist*inn...
Scheinbesetzung in Leipzig-Connewitz
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Scheinbesetzung in Leipzig-Connewitz

Leipzig. Am Samstagabend gab es in Leipzig-Connewitz eine Scheinhausbesetzung. Am Haus Bornaische Straße 68 tauchen in der Nacht vom 12. auf den 13. September Transparente an der Fassade auf. Die Gruppe #leipzigbesetzen berichtete von einer Hausbesetzung. In einer schriftlichen Erklärung kritisierten die Besetzer*innen den Umgang mit Hausbesetzungen. "In Leipzig und anderswo stehen weiterhin zahlreiche Häuser leer, welche seit Jahren verfallen gelassen werden." Das Beispiel der Ludwigstraße 71 habe gezeigt, dass Häuser jahrelang verfallen könnten. Wenn sich dann Nachbar*innen diese Häuser aneigneten, würden sie geräumt, sobald es den Befehl dazu gebe. Die Aktivist*innen wollten sich mit der Aktion mit den "von Repression betroffenen Menschen, die vom 3.9 bis 5.9 gegen Gentrifizierung...
Antiautoritäre Demonstration in Leipzig: Solidarität mit Hongkong und Kritik an der Grenzpolitik der EU
Allgemein, Schlagzeilen, Überregional

Antiautoritäre Demonstration in Leipzig: Solidarität mit Hongkong und Kritik an der Grenzpolitik der EU

In Leipzig demonstrierten am vergangenen Wochenende etwa 700 Menschen. Mit einer "antiautoritären" Demonstration wollten Aktivist*innen von "Nationalismus ist keine Alternative Sachsen" sowohl die Grenzpolitik der Europäischen Union, als auch das "autoritäre Regime" Chinas kritisieren. Das Motto "Storm the fortress - break all borders!" und das etwas martialische Plakat der Demonstration (Sturmmaske) verführten Politik, Medien und die Polizei zu einer vollkommen falschen Erwartungshaltung an schwere Ausschreitungen im Zuge der Versammlung. Diese gab es nicht. Die Polizei belagerte mit einem Großaufgebot aus unzähligen Polizeifahrzeugen, Räumpanzern, Wasserwerfern und drei Helikoptern die Messestadt. In Anbetracht der mäßigen Mobilisierung und eines klar kommunizierten Aktionskonsens berei...
Antifa-Demo auf Lesbos von Polizei angegriffen (Übersetzung)
Schlagzeilen, Überregional

Antifa-Demo auf Lesbos von Polizei angegriffen (Übersetzung)

Eine kurze Übersetzung eines Berichts von der Insel Lesbos, veröffentlicht auf der Facebook-Seite der Basisgruppe der Arbeiter*innen in NGOs Lesbos: Heute, am 11. September, fand eine Solidaritätsdemo für die Flüchtlinge statt, organisiert vom besetzten Haus Binio, der antifaschistischen Initiative Lesbos, dem Netzwerk für gegenseitige Hilfe und der Basisgruppe der Arbeiter*innen in NGOs Lesbos. Die Demo wurde auf der Kreuzung an den Stadtwerken ohne Anlass von den MAT, den Spezialeinheiten der griechischen Polizei, angegriffen. Dabei wurden mehrere Personen verletzt: Sie wurden geschlagen und ihnen wurden Blengrandaten gezielt an den Kopf geworfen. Weiterhin wissen wir, dass gegenwärtig neun Personen mithilfe faschistischer Gruppen in Gewahrsam genommen woden sind. Der geplante An...
Mit „Freiheit“ und „Grundrechten“ auf dem Weg zur Abschaffung der offenen Gesellschaft
Allgemein, Schlagzeilen, Überregional

Mit „Freiheit“ und „Grundrechten“ auf dem Weg zur Abschaffung der offenen Gesellschaft

In Berlin hat sich am vergangenen Wochenende eine gefährliche Mischung aus Wissenschaftsfeind*innen, Impfgegner*innen, Coronaleugner*innen, Neonazis und Reichsbürger*innen und verunsicherten Menschen zu einer Bündnisdemonstration verabredet. Gekommen sind über 40.000. Vom Yogalehrer bis zu Kadern des Dritten Weges. Etwa 20 Prozent des Publikums dürften dem rechtsradikalen Spektrum zuzuordnen sein oder ihre Ideen zu teilen. Dies konnten alle, die an der Demonstration teilgenommen haben, eindeutig wahrnehmen. Ein Kommentar von Martin Michel Bei allem Verständnis für zugrundeliegende Ängste und Sorgen der Menschen, die sich hier zusammengefunden haben: Nennen wir sie beim Namen, es sind "Schwurbler". Vollkommen verdrehte Geschichten werden zu einer Erzählung vom Kampf Gut gegen Böse. I...
Bildgalerie: Querfrontdemo am 29. August in Berlin
Allgemein, Schlagzeilen, Überregional

Bildgalerie: Querfrontdemo am 29. August in Berlin

Alle folgenden Aufnahmen sind innerhalb des Veranstaltungsgeländes von Querdenken aufgenommen. Unterteilt in drei Galerien: Aufstellung der Demonstration, Belagerung der russischen Botschaft, Gegendemonstrationen. Aufstellung des Querdenkendemonstrationszugs Auflösung der Reichsbürger*innen vor der russischen Botschaft auf der Straße unter den Linden Gegenproteste am Rand der Demonstration Bilder: Martin Michel – Libertad Media
Antifaschist*innen stören Abreise zu Berliner Querfront-Demo gegen Corona-Schutzmaßnahmen
Regional (Jena), Schlagzeilen, Überregional

Antifaschist*innen stören Abreise zu Berliner Querfront-Demo gegen Corona-Schutzmaßnahmen

Jena/Berlin. Um 5 Uhr morgens sammelte sich eine Gruppe von ca. 15 Antifaschist*innen in der Nähe des Bahnhofs Göschwitz, um dort die Abreise von Menschen zu stören, die heute vermutlich in Berlin gegen die Coronakrisenpolitik der Bundesregierung protestieren wollen. Am Bahnhof nutzte eine altersdurchmischte Gruppe von ebenfalls ca. 15 Menschen einen Fernbus, um in Richtung Berlin zu reisen. Die Auseinandersetzung fand vermutlich zwischenzeitlich unter ziviler Beobachtung der Polizei statt. Die Demonstration verlief friedlich. Für die Kundgebungen heute in Berlin werden mehrere 10.000 Menschen erwartet. Es hatten führende Esoteriker*innen, Nazis und antisemitische Verschwörungsideolog*innen sowie diverse rechtsextremistische Organisationen zu einer Beteiligung an den Protesten aufgeruf...
Ausstellung: Antifa – Mythos & Wahrheit des Peng! Kollektives in Chemnitz
Allgemein, Feuilleton, Schlagzeilen, Überregional

Ausstellung: Antifa – Mythos & Wahrheit des Peng! Kollektives in Chemnitz

Wir waren zur Eröffnung in Chemnitz. Im Gespräch mit Nika Blum zur neusten Ausstellung der Aktionskünstler*innengruppe Peng! https://www.youtube.com/watch?v=gGRSL_Wprv8 "Antifaschist*innen kämpfen in ganz Deutschland gegen Faschismus und Rassismus. Sie verteidigen unsere verfassten Grundrechte auf den Straßen, vor Geflüchtetenunterkünften, in migrantisch-geprägten Vierteln, in den Parlamenten und im Internet. Die meisten Antifas leisten dieses so wichtige Engagement ehrenamtlich. Dies gilt einmal mehr für Sachsen. Sachsen steht bundesweit als Synonym für rassistische Übergriffe. Doch anstatt dass die Politik Demokratie,- Bildungs- und Kulturprojekte, sowie subkulturelle Freiräume strukturell stärkt, werden seit Jahrzehnten Budgets gekürzt. Sachsen braucht die Antifa und die Ant...
Neun Razzien nach rechtem Angriff in Erfurt
Schlagzeilen, Thüringen, Überregional

Neun Razzien nach rechtem Angriff in Erfurt

Erfurt. Die Thüringer Polizei hat mit Wohnungsdurchsuchungen ihre Ermittlungen zum mutmaßlich rechtsextremen Angriff in der Nacht vom 17. auf den 18. Juli 2020 vor der Erfurter Staatskanzlei ausgeweitet. Nach Informationen des MDR Thüringen wurden die Wohnungen von neun Tatverdächtigen durchsucht, um Beweismittel und weitere Spuren zu sichern. Es habe keine Festnahmen gegeben. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte gegenüber der DPA, man erhoffe sich das Auffinden von Blutspuren an der Kleidung. "Die gehen auch durchs Waschen nicht zwingend raus," so Hannes Grünseisen. Die Durchsuchungen erfolgten überwiegend in Erfurt und eine im Saale-Holzland-Kreis. In der Nacht sollen mindestens zwölf Personen einen Angriff auf eine Gruppe 20 feiernder Menschen durchgeführt haben. Es kam zu me...
Allgemein, Überregional

Bildserie: Raus aus der Defensive Demo in Berlin (1.8.2020)

In Berlin demonstrierten am vergangenen Samstagabend über 2500 Menschen (Angabe der Polizei) für den Erhalt solidarischer Orte. Die Polizei löste die Demonstration nach dem Abbrennen von Pyrotechnik faktisch auf. Es kam zu massiven Auseinandersetzungen zwischen Demonstrant*innen und Polizei. Diese reagierten auf den Zugriff mit Steinwürfen und Barrikadenbau. Der Ablauf des Abens dürfte ein Vorgeschmack sein, wie der "heiße Sommer der Räumungen" aussehen wird. Es kam zu Festnahmen und Verletzungen. Text und Bilder: Martin Michel

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