Mittwoch, Oktober 20

Schlagwort: Antisemitismus

„Thüringer Zustände“: Kooperationsprojekt untersucht faschistische Tendenzen im Freistaat
Allgemein, Politik, Schlagzeilen, Thüringen

„Thüringer Zustände“: Kooperationsprojekt untersucht faschistische Tendenzen im Freistaat

Erfurt. Am Dienstagmorgen stellten zentrale Vertreter*innen zivilgesellschaftlicher und wissenschaftlicher Institutionen, die sich in Thüringen mit der Verbreitung rechter Gewalt und Gesinnungen beschäftigen, ein neues Kooperationsprojekt vor, das Entwicklungen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit im Jahr 2020 untersucht. Die Autor*innen der knapp 100-seitigen Broschüre "Thüringer Zustände", die der Zusammenschluss nun publiziert hat, sind EZRA, die Thüringer Beratungsstelle für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt, MOBIT, die mobile Beratung für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, KomRex, das Zen­trum für Rechtsextre­mis­mus­for­schung, Demo­kratiebildung und gesell­schaft­liche Integration der FSU Jena sowie das Institut für ­Demokratie und Zivil­gesellscha...
Israel-solidarische Kundgebung in Jena: Muslim*innen unter Generalverdacht des Antisemitismus?
Allgemein, Regional (Jena)

Israel-solidarische Kundgebung in Jena: Muslim*innen unter Generalverdacht des Antisemitismus?

Unter dem Motto "Solidarität mit Israel - gegen jeden Antisemitismus" versammelten sich am Montagabend ungefähr 120 Menschen zu einer Kundgebung auf dem Holzmarkt. Es wurden Israelflaggen gezeigt und bis auf zwei Provokationen durch laute Musik aus vorbeifahrenden Autos verlief die Versammlung ohne Zwischenfälle. Konrad Erben von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V., der selbst zur Kundgebung mobilisiert hatte, zieht ein zwiespältiges Fazit zum Ablauf, wie er in einem Statement an Libertad Media deutlich machte: Solidarität mit Israel und ein unmissverständliches Bekenntnis gegen Antisemitismus sind wichtig. Aber es ist ernüchternd, wenn ein Bündnis gegen Antisemitismus vor allem damit auffällt, dass es den Antisemitismus arabischen und muslimischen Menschen zuschrei...
Ausstellung „Jugend im KZ. Buchenwald und Mittelbau-Dora“ eröffnet
Pressemeldungen, Thüringen

Ausstellung „Jugend im KZ. Buchenwald und Mittelbau-Dora“ eröffnet

Bereits vor Beginn des Zweiten Weltkriegs befanden sich vereinzelt auch jugendliche Häftlinge im Konzentrationslager Buchenwald. Ab dem Frühjahr 1944 brachte die SS zahlreiche Kinder und Jugendliche aus den Vernichtungszentren und Zwangsarbeitslagern im Osten nach Buchenwald und zum KZ Mittelbau-Dora. Auch aus Westeuropa verschleppte sie viele Jugendliche hierher. Im Dezember 1944 war jeder dritte Insasse des KZ Buchenwald jünger als 21 Jahre – in den Frauenaußenlagern war der Anteil doppelt so hoch. Etwa 2.000 Kinder und Jugendliche starben in Buchenwald und Mittelbau-Dora an Entkräftung oder Krankheiten, wurden erschlagen oder erschossen.  Studierende der Friedrich-Schiller-Universität haben diesen Schicksalen nun nachgespürt und ihnen die Online-Ausstellung „Jugend im KZ. Buche...
Zwei Stefans, die DDR-Literatur und ich
Allgemein, Feuilleton, Schlagzeilen

Zwei Stefans, die DDR-Literatur und ich

Erstes Kapitel In welchem berichtet wird, wie der junge Autor aus dem „Westen“ zur Literatur der DDR fand Der erste Berührungspunkt mit ostdeutscher Literatur, an den ich mich erinnern kann, war der Schriftsteller Stefan Zweig. Wie das denn - Stefan Zweig? Der war doch Österreicher und ist noch dazu sieben Jahre vor der doppelten Staatsgründung gestorben! Nun, zugegebenermaßen war die Zweig-Anthologie Die unsichtbare Sammlung, die ich zwischen den Reader‘s-Digest-Groschenromanen eines Heidelberger Nachbarschaftstauschregals entdeckte, kein Herantasten an Literatur aus der DDR, sondern eine papiergewordene Rückschau in deren Verlagslandschaft. Der etwas heruntergekommene Reclam-Band wirkte auf den ersten Blick so anders als die quietschgelben Taschenbücher, die ich aus der Schule ...
Querdenken-Demonstration und antifaschistischer Protest: „Wir impfen euch alle“
Allgemein, Politik, Regional (Jena), Schlagzeilen

Querdenken-Demonstration und antifaschistischer Protest: „Wir impfen euch alle“

Jena. Es ist der 9. November. Ein Schlüsseltag der deutschen Historie. Der Tag steht für die dunkelste Stunde der deutschen Geschichte, mit der Pogromnacht begann der Holocaust, die Massenvernichtung von Jüd*innen in großen Teilen Europas. Gleichzeitig ein wichtiger Tag in der Erzählung der politischen Wende in Deutschland. Am 9. November ist die trennende Mauer zwischen Ost- und Westblock gefallen. Deutschland begann den Prozess der Wiedervereinigung. Ein doppelter Gedenktag. Dieser Umstand scheint manchen in Vergessenheit geraten zu sein. In den Jenaer Straßen finden in den Abendstunden Konzerte statt. Keine Konzerte der Unterhaltung – es sind Gedenkveranstaltungen der Initiative "Klang der Stolpersteine". Am Nachmittag fand bereits eine Gedenkkundgebung an die Pogromnacht vor der Jung...
Die Nachgeborenen: Jena gedenkt der Novemberpogrome 1938
Allgemein, Feuilleton, Regional (Jena), Schlagzeilen

Die Nachgeborenen: Jena gedenkt der Novemberpogrome 1938

Jena. Am heutigen Montag, dem 82. Jahrestag der sogenannten Reichsprogromnacht am 9. November 1938, gedenken zivilgesellschaftliche Initiativen zusammen mit der Jenaer Öffentlichkeit der Nazi-Verbrechen gegen Jüd*innen. Die Junge Gemeinde (JG) Stadtmitte hielt am Nachmittag eine Gedenkveranstaltung an der Holzskulptur in der Johannisstraße ab und ließ dort eine Audio-Collage mit Gedichten und Liedern jüdischer und antifaschistischer Künstler*innen erklingen, darunter Paul Celans Gedicht "Todesfuge" und Bertolt Brechts Mahnung "An die Nachgeborenen". https://www.youtube.com/watch?v=m2rCM09ougk Auch die Konzerte an den Stolpersteinen Jenas, die von der Initiative "Klang der Stolpersteine" jährlich organisiert werden, finden heute statt. Auf der Webseite der Initiative lassen sich ei...
Der rechte Anschlag in Halle jährt sich zum ersten Mal: Kundgebung in Jena
Allgemein, Regional (Jena), Schlagzeilen

Der rechte Anschlag in Halle jährt sich zum ersten Mal: Kundgebung in Jena

Jena. Am Holzmarkt fand am Freitagabend eine Kundgebung der Sozialistischen Jugend Deutschlands (Falken) statt, die an den antisemitischen, rassistischen und antifeministischen Anschlag auf eine Synagoge und einen Dönerimbiss in Halle erinnerte, der vor einem Jahr an Jom Kippur verübt wurde. Dem geständigen Täter war es nicht gelungen, gewaltsam in die Synagoge einzudringen. Er erschoss daraufhin die Passantin Jana Lange, die ihn konfrontierte, und den Gast eines nahe gelegenen Dönerimbisses, Kevin Schwarze. In ihrem Eingangsbeitrag stellten die Falken insbesondere das fehlende Bewusstsein für weit verbreitete rechte Gesinnungen heraus, auch mit Blick auf den rassistischen Anschlag auf eine Shishabar in Hanau im Februar dieses Jahres. "Wie lange noch wird das Wort 'Einzelfall' im Plur...

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